Der Gesetzgeber verpflichtet uns ab dem 01.03.2018 vor der Bereitstellung von Informationen auf unsere berufsrechtlichen Regelungen hinzuweisen. Diese finden Sie HIER in der Markt- und Informationsgrundlage. Die Inhalte dieser Seite stellten keine Beratung dar. Für konkrete Informationen zu Produkten können Sie HIER einen Beratungstermin vereinbaren.

Haftpflichtversicherung

Eine Haftpflichtversicherung zählt zu den wichtigsten Versicherungen in Deutschland. Ohne Haftpflichtversicherung sind sie ständig der Gefahr ausgesetzt, dass bei Schäden die sie aus versehen oder fahrlässig verursachen Schadensersatzansprüche gegen sie geltend gemacht werden und somit eine große finanzielle Belastung auf sie zukommt. Diese Schadensersatzansprüche ergeben sich aus der privaten Haftung gemäß §832 BGB.

Eine private Haftpflichtversicherung ist somit ein absolutes Muss für jeden.
Gut ist, dass es sich bei der Haftpflichtversicherung um eine günstige Versicherung handelt. Die Preise schwanken je nach Tarif zwischen 45 und 85 Euro. Gute Haftpflichtversicherungen kosten nicht mehr als 85 Euro im Jahr. Achten sie zu dem darauf, dass sie Jahresverträge abschließen. Viele Vertreter erzählen ihren Kunden, dass sie durch dreijährige Vertragsbindung einen guten Rabatt erhalten. Diese Rabatte räumen ihnen gute Makler (und wir) auch bei einem Jahresvertrag ein.

Der Vorteil ist, dass sie jedes Jahr den Vertrag überprüfen können und sollten sich die Konditionen verändern, wechseln sie einfach den Versicherungsanbieter. Sie können Tarife als Single oder als Familie abschließen. Generell ist bei einer Haftpflichtversicherung zwischen Personen- Sach- und Vermögensschäden zu unterscheiden. Die Deckungssumme sollte mindestens 5 Mio. Euro pro Jahr betragen. Zu den Hauptbausteinen kann man diverse Sondermerkmale wählen.

Schäden an geliehenen oder gemieteten Sachen

Schäden an Sachen, welche sie sich von anderen Personen gemietet oder geliehen haben, gelten üblicherweise vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Einige Tarife bieten aber den Wiedereinschluss dieser Schäden an. Oftmals gilt hierfür ein Selbstbehalt von durchschnittlich 150 Euro pro Schadensfall.

Forderungsausfalldeckung

Leider besitzt nicht jeder Bürger eine Privathaftpflichtversicherung. Werden sie geschädigt und besitzt der Schädiger keine Versicherung, so müssen sie oftmals den entstandenen Schaden selbst begleichen. Eine Forderungsausfall-Deckung springt in einem solchen Fall ein, wenn die Schuldfrage eindeutig ist.

Schlüsselverlust

Fremde Schlüssel, beispielsweise von ihrer Mietwohnung oder den Arbeitsräumen, erhalten sie jeweils leihweise zur Verfügung gestellt. Entsprechend fallen diese auch unter den Ausschluss für „gemietete/geliehene Sachen“. Da der Verlust von Schlüsseln aber mit sehr hohen Kosten verbunden sein kann, besteht die Möglichkeit der Mietversicherung durch Zusatzbausteine. Der Einschluss ist nicht für eigene Schlüssel, z.B. Ihres eigenen Einfamilienhauses möglich.

Boote

Besitzen sie Boote und nutzen diese auf öffentlichen Gewässern, so benötigen sie i.d.R. eine Bootshaftpflichtversicherung. Bis zu einer gewissen Motorstärke oder Segelfläche kann beitragsfreier Schutz im Rahmen Ihrer Privathaftpflicht bestehen.

Deliktunfähige Personen (Kinder)

Deliktunfähig ist, wer entweder zu jung ist oder dessen Geisteszustand ein selbstbestimmtes Handeln nicht mehr zulässt. Verursacht eine deliktunfähige Person einen Schaden, so bleibt der Geschädigte oftmals auf den Kosten sitzen, da der Schädiger für sein Handeln nicht zur Verantwortung gezogen werden kann. Durch die Mitversicherung deliktunfähiger Personen haben sie als Versicherungsnehmer das Recht, von Ihrem Versicherer trotz der fehlenden Haftung eine Begleichung des Schadens zu fordern.

Gefälligkeitshandlungen

Verursachen sie einen Schaden im Rahmen einer unentgeltlichen Gefälligkeit, haften sie hierfür i.d.R. nicht. Durch den Baustein „Gefälligkeitshandlungen“ haben sie als Versicherungsnehmer das Recht, von Ihrem Versicherer trotz der fehlenden Haftung eine Begleichung des Schadens zu fordern.

Gewässerschädenhaftpflicht

Besitzen oder betreiben sie einen Öltank, so benötigen sie für eventuell eintretende Umweltschäden eine sog. Gewässerschadenhaftpflicht. Je nach Größe und Lage des Öltanks im selbst- bewohnten Objekt kann dieser beitragsfrei in Ihrer Privathaftpflicht mitversichert sein.

Photovoltaikanlage

Durch den Betrieb einer Photovoltaikanlage auf dem selbstgenutzten Objekt entstehen diverse Risiken, beispielsweise durch die Einspeisung von Strom in das öffentliche Netz. Eine Betreiberhaftpflicht ist daher dringend zu empfehlen, welche in vielen Privathaftpflichttarifen beitragsfrei enthalten ist.

Vermietung von Wohneinheiten

Besitzen Sie Wohneinheiten, welche sie vermieten, benötigen Sie eine Haus und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung. Je nach Konstellation können diese beitragsfrei oder gegen einen geringen Mehrbeitrag in ihrer Privathaftpflicht mitversichert sein.

Nebentätigkeiten

Üben sie eine selbstständige Nebentätigkeit aus, benötigen sie für diese i.d.R. eine Betriebshaftpflichtversicherung. Für bestimmte Tätigkeiten und in gewissen Umsatzhöhen kann ggf. eine beitragsfreie Mitversicherung im Rahmen Ihrer Privathaftpflichtversicherung bestehen.

Leistungsgarantien

Einzelne Anbieter garantieren, jeden Schaden zu regulieren, sofern er bei einem anderen Anbieter versichert gewesen wäre. Ausgenommen sind i.d.R. nur vorsätzlich begangene Schäden und jene rund um zulassungspflichtige Kraftfahrzeuge.

Hausratversicherung

Eine Hausratversicherung soll ihr Eigentum und ihren Hausrat vor wesentlichen Gefahren schützen. Hierzu zählt vor allem Feuer, Einbruchdiebstahl, Sturmschäden, Hagelschäden, Schäden durch innere Unruhen, Vandalismusschäden nach einem Einbruch, Blitzschlag, Implosion, Explosion und Leistungswasserschäden.

Alle Kosten die zur Wiederherstellung der Wohnung dienen, werden ebenfalls übernommen. (Acht je nach Tarifgestaltung) Dazu zählt die Unterbringung im Hotel, die Einlagerung der restlichen Möbel, die Überwachung der Wohnung falls nötig oder auch die Rückholkosten aus dem Urlaub, sollten Sie gerade im Schadensfall verreist sein.

Als Absicherungssumme wird pauschal 650 Euro pro Quadratmeter empfohlen. Sollte ihre Wohnung 50 Quadratmeter groß sein, ergibt sich somit eine Versicherungssumme 32.500 Euro. Wenn die Versicherungssumme so berechnet wurde, so gilt Unterversicherungsverzicht als vereinbart.

Achten Sie bitte zwingend darauf, dass bei ihrer Police Unterversicherungsverzicht gewährt wird. Dieser Verzicht besagt, dass der Versicherer im Schadensfall darauf verzichtet, eine mögliche Unterversicherung zu prüfen. Sollte Sie keinen Unterversicherungsverzicht vereinbaren und ist Ihre Wohnung geringer versichert, kann die Versicherung sich auf den § 75 VVG beziehen. Dieser besagt folgendes: „Ist die Versicherungssumme erheblich niedriger als der Versicherungswert zur Zeit des Eintrittes des Versicherungsfalles, ist der Versicherer nur verpflichtet, die Leistung nach dem Verhältnis der Versicherungssumme zu diesem Wert zu erbringen. Sollten Sie also keinen Unterversicherungsverzicht gewählt haben, kann die Versicherung Ihre Leistung im Schadensfall erheblich kürzen.

Zu den oben genannten Versicherungsbereichen können auch noch weitere Absicherungsbereiche, je nach Wunsch mit vereinbart werden.

Überspannungsschäden

Ergänzend zur Gefahr Feuer bieten viele Versicherer eine Mitversicherung von Überspannungsschäden an, die an versicherten elektrischen Einrichtungen und Geräten durch Überspannung, Überstrom und Kurzschluss infolge eines Blitzes oder durch sonstige atmosphärisch bedingte Elektrizität entstehen.

Wertsachen

Wertsachen sind Hausratgegenstände mit besonders hohem Einzelwert. Hierzu gehören vor allem Bargeld, Schmuck, Antiquitäten, Kunstgegenstände, Pelze und Sammlungen. Für solche Gegenstände gelten i.d.R. besondere Entschädigungsgrenzen und Sicherheitsvorschriften.

Absicherung der Fahrräder

Fahrräder gelten in verschlossenen Räumen in aller Regel bis zur Versicherungssumme als mitversichert, eine Erweiterung auf den einfachen Diebstahl ist möglich. Oft gilt diese Erweiterung aber nur für die Zeit von 6 bis 22 Uhr oder für Fahrräder in Gebrauch (sog. Nachtzeitklausel).

Elementarschäden

Elementarschäden allgemein sind Schäden, die durch das Wirken der Natur verursacht werden. Als Elementarschäden gelten insbesondere solche durch Überschwemmung, Erdbeben, Erdfall, Erdrutsch, Lawinen, Schneedruck und Vulkanausbrüche. Tritt ein Elementarschaden ein, ist dieser i.d.R. existenzbedrohend. In vielen Bundesländern wird zudem keine Staatshilfe mehr bei Schäden geleistet, gegen die Sie sich hätten versichern können.

Unbekannte Gefahren/ Allriskdeckungen

Die klassische Hausratversicherung sichert sie gegen die explizit benannten Gefahren Feuer, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl, Sturm/Hagel und Elementar ab. Allerdings kann ihr Hausrat auch von anderen Gefahren bedroht sein, die sie heute unter Umständen noch gar nicht benennen können. Einige Anbieter verfolgen daher den Ansatz aus dem angloamerikanischem Rechtsraum, welcher alle Gefahren pauschal versichert, welche nicht explizit ausgeschlossen sind (sog. „Allriskdeckung“). Dieser Ansatz bietet eine höhere Rechtssicherheit, wobei auf häufige Ausschlüsse wie z.B. Vorsatz, Baumängel oder Schäden durch und an Pflanzen und Tieren zu achten ist

Gartenmobiliar

Versicherungsschutz in der Hausratversicherung gilt i.d.R. in der versicherten Wohnung. Je nach Anbieter kann der Versicherungsschutz aber auf das Grundstück erweitert werden. Besonders wichtig wird dies, wenn Gartenmobiliar mit hohem Wert vorhanden ist.

Einfacher Diebstahl

Jede Hausratversicherung sieht eine Deckung bei Einbruchdiebstahl auf. Muss der Dieb aber keine Sicherungen überwinden, liegt ein unversicherter einfacher Diebstahl vor. In bestimmten Situationen bieten die Versicherer aber auch hierfür Versicherungsschutz.

Einschluss Grobe Fahrlässigkeit

Gemäß Versicherungsvertragsgesetz darf der Versicherer seine Leistung bei grob fahrlässigem Verursachen des Schadens oder bei Obliegenheitsverletzungen kürzen oder komplett versagen. Die Kürzung erfolgt im Verhältnis zum Verschuldensgrad. Ergibt ein Gutachten, dass Sie den Schaden zu 50% grob fahrlässig verursacht haben, erhalten Sie auch nur 50% der Erstattung. Bei einem Totalschaden, etwa nach einem Brandereignis, ist dies praktisch immer existenzbedrohend. Grobe Fahrlässigkeit liegt i.d.R. vor, wenn Sie beispielsweise ein offenes Feuer (z.B. brennende Kerze) unbeaufsichtigt gelassen oder eine vertragliche Obliegenheit (z.B. Heizen im Winter) missachtet haben. Manche Versicherer verzichten bedingungsgemäß auf die Möglichkeit der Kürzung.

Diebstahl aus dem KFZ oder aus Hotel- und Krankenzimmern

Manche Versicherungen beinhalten auch den Diebstahl aus dem KFZ oder Hotelzimmern.

Wohngebäudeversicherung

Die Wohngebäudeversicherung soll die Immobilie gegen Feuerschäden, Sturmschäden, Blitz, Hagel und Leitungswasser schützen. Es gibt allerdings auch noch andere Gefahren die berücksichtigt werden sollten. Da es um große Absicherungssummen geht empfehlen wir noch einmal mit uns Rücksprache zu halten vor dem Abschluss. Folgende Absicherungsbereiche sollten ebenfalls auf Notwendigkeit geprüft werden für Ihre Wohngebäudeversicherung.

Ableitungsrohre

Ableitungsrohre sind sehr anfällig gegen Witterungseinflüsse, insbesondere Frost. Daher gelten diese standardmäßig nur innerhalb von Gebäuden versichert. Es besteht aber die Möglichkeit, diese auch außerhalb des Gebäudes sowohl auf dem eigenen Grundstück, als auch außerhalb zu versichern, sofern sie dafür die Gefahr tragen. Oftmals ist hierfür eine bestandene Dichtigkeitsprüfung Grundvoraussetzung.

Rückstau

Sämtliche Ablaufleitungen von Entwässerungsgegenständen in ihrem Gebäude, wie z.B. Waschmaschinen, Duschen, Handwaschbecken etc., bilden durch den Anschluss an den öffentlichen Abwasserkanal ein verbundenes Rohrsystem. Starke Witterungsniederschläge, Grundwasser, fließende Gewässer oder Überschwemmungen können dazu führen, dass die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr abführen kann. Die Folge ist, dass das Wasser bestimmungswidrig aus den Ableitungsrohren ihres Gebäudes oder den damit verbundenen Einrichtungen in ihr Gebäude eindringen kann. Dies wird als Rückstau bezeichnet. Durch einen Rückstau kann das Wasser maximal bis auf das Niveau der Straßenoberkante (Rückstauebene) ansteigen. Dabei kann es allerdings alle tieferliegenden Bereiche ihres Hauses überfluten und ihren Hausrat beschädigen.

Mindestwindstärke

Üblicherweise liegt ein Sturm im Sinne der Bedingungen vor, wenn mindestens Windstärke 8 nach Beaufort (Windgeschwindigkeit mindestens 63 km/Stunde) erreicht werden. Da aber auch geringere Geschwindigkeiten Schäden verursachen können, bieten manche Tarife einen Verzicht auf eine Mindestwindstärke an.

Elementarschäden

Elementarschäden allgemein sind Schäden, die durch das Wirken der Natur verursacht werden. Als Elementarschäden gelten insbesondere solche durch Überschwemmung, Erdbeben, Erdfall, Erdrutsch, Lawinen, Schneedruck und Vulkanausbrüche. Tritt ein Elementarschaden ein, ist dieser i.d.R. existenzbedrohend. In vielen Bundesländern wird zudem keine Staatshilfe mehr bei Schäden geleistet, gegen die Sie sich hätten versichern können.

Unbekannte Gefahren

Die klassische Gebäudeversicherung sichert sie gegen die explizit benannten Gefahren Feuer, Leitungswasser, Sturm/Hagel und Elementar ab. Allerdings kann ihr Gebäude auch von anderen Gefahren bedroht sein, die sie heute unter Umständen noch gar nicht benennen können. Einige Anbieter verfolgen daher den Ansatz aus dem angloamerikanischem Rechtsraum, welcher alle Gefahren pauschal versichert, welche nicht explizit ausgeschlossen sind (sog. „Allriskdeckung“). Dieser Ansatz bietet eine höhere Rechtssicherheit, wobei auf häufige Ausschlüsse wie z.B. Vorsatz, Baumängel oder Schäden durch und an Pflanzen und Tieren zu achten ist.

Nebengebäude

Kleinere Nebengebäude auf dem versicherten Grundstück (z.B. Geräteschuppen) gelten i.d.R. beitragsfrei und ohne besondere Nennung als mitversichert. Größere Objekte wie Hobbywerkstätten oder Scheunen müssen jedoch besonders benannt werden, damit Versicherungsschutz besteht.

Graffiti – Schäden durch Dritte

Beschädigt ein unbefugter Dritter das Gebäude durch Vandalismus oder Graffiti, kann das Beheben der Schäden sehr teuer werden. Gerade in städtischen Ballungsräumen wird dies zunehmend zum Problem. Kann der Täter nicht ermittelt werden, bleiben Sie als Gebäudebesitzer auf den angefallenen Kosten sitzen.

Einschluss grobe Fahrlässigkeit

Gemäß Versicherungsvertragsgesetz darf der Versicherer seine Leistung bei grob fahrlässigem Verursachen des Schadens kürzen oder komplett versagen. Die Kürzung erfolgt im Verhältnis des Verschuldensgrades. Ergibt ein Gutachten, dass Sie den Schaden zu 50% grob fahrlässig verursacht haben, erhalten sie auch nur 50% der Erstattung. Bei einem Totalschaden, etwa nach einem Brandereignis ist dies praktisch immer existenzbedrohend. Grobe Fahrlässigkeit liegt i.d.R. vor, wenn sie beispielsweise ein offenes Feuer (z.B. brennende Kerze) unbeaufsichtigt gelassen haben. Manche Versicherer verzichten bedingungsgemäß auf die Möglichkeit der Kürzung.

Einschluss grobe Fahrlässigkeit bei Obliegenheitsverletzung

Jedes Bedingungswerk enthält einen Katalog an Sicherheitsvorschriften, welche sie als Gebäudebesitzer zu befolgen haben. Hierzu gehören beispielsweise die unverzügliche Beseitigung von Mängeln, das Entleeren von ungenutzten Wasserrohren, das Beheizen des Gebäudes in der kalten Jahreszeit sowie die unverzügliche Minderung von eintretenden Schäden durch geeignete Maßnahmen. Werden diese Vorschriften grob fahrlässig nicht befolgt, kann der Versicherer ebenfalls seine Leistung kürzen oder komplett versagen. Manche Versicherer verzichten bedingungsgemäß auf die Möglichkeit der Kürzung.

Unmittelbares Einwirken von Regen- und Schmelzwasser

Treten Niederschläge durch nicht ordnungsgemäß geschlossene Fenster, Außentüren oder andere Öffnungen ein, handelt es sich normalerweise nicht um einen versicherten Schadenfall. Manche Anbieter bieten allerdings Versicherungsschutz in solchen Fällen. Die Wertermittlung der Versicherungsgesellschaften erfolgt anhand der Größe und der Ausstattung ihres Gebäudes. Eine gewisse Grundausstattung wird vorausgesetzt, die nachfolgenden Ausstattungsmerkmale führen aber meist zu einer Wertsteigerung, welche bei der Summenermittlung berücksichtigt werden müssen. Dazu gehören Schwimmbad/-becken im Gebäude; Whirlpool im Gebäude; Sauna im Gebäude; Klimaanlage; Wärmepumpen; Solaranlagen (nicht Photovoltaik); Fußbodenheizung; Reet/Holzschindeldach; Naturschieferdach; Außenverkleidung aus Natur- oder Kunststein; Edelholzverkleidung; Fußböden aus Massivholzparkett, Granit oder Naturstein; Leichtmetall- oder Holzsprossenfenster; Edelholztüren; Stuckarbeiten.

Photovoltaikanlage

Eine Photovoltaikanlage ist eine Solarstromanlage, in der mittels Solarzellen ein Teil der Sonnenstrahlung in elektrische Energie umgewandelt wird. Anders als bei Solaranlagen erfolgt hierbei eine Einspeisung in das öffentliche Stromnetz. Solche Anlagen sind gegen meist die klassischen Gefahren (Feuer, Leitungswasser, Sturm/Hagel, Elementar) im Rahmen der Gebäudeversicherung versichert. Allerdings sind solche Anlagen auch gegen weitere Gefahren anfällig und versicherbar, beispielsweise Bedienfehler, Diebstahl oder Tierbiss an der Verkabelung. Da die Anlage einen gewissen Ertrag erwirtschaftet und oftmals die Finanzierung davon abhängt, kann zudem auch der Ertragsausfall versichert werden.

Rechtsschutzversicherung

Eine Rechtsschutzversicherung soll die Kosten für die Durchsetzung ihrer rechtlichen Interessen übernehmen. Die Bereiche sind vielfältig und abhängig von ihrem gewählten Schutz. Schadensersatz-Rechtsschutz, Arbeits-Rechtsschutz, Wohnungs- und Grundstücks-Rechtsschutz, Rechtsschutz im Vertrags- und Sachenrecht, Steuer-Rechtsschutz vor Gerichten, Sozialgerichts-Rechtsschutz, Verwaltungs-Rechtsschutz in Verkehrssachen, Disziplinar- und Standes-Rechtsschutz, Straf-Rechtsschutz, Spezial-Straf-Rechtsschutz, (Der Spezial-Straf-Rechtsschutz ist von den Rechtsschutz-Versicherern konzipiert, um eine möglichst frühzeitige und endgültige Beendigung von Strafverfahren zu erreichen), Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz, Beratungsrechtsschutz, Opfer-Rechtsschutz, Rechtsschutz in Unterhaltssachen, Rechtsschutz in Ehesachen.

Die Wartezeit beträgt für Arbeitsrecht, Steuerrecht, Sozialrecht, Vertragsrecht, Mietrecht 3 Monate.

Die Wartezeit für Strafrechtsschutz, Schadenersatz-Rechtsschutz, Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz, Standes- und Disziplinarrechtsschutz Beratungsrechtsschutz für Erbrecht, Familienrecht und Lebenspartnerschaftsrecht beträgt 8 Monate.

Neben den versicherten Bereichen gibt es auch noch weitere Dinge zu beachten:

Partneranwalt aus Netzwerk des Versicherers

Einige Versicherer kooperieren mit Anwaltsnetzwerken und haben dadurch die Möglichkeit, den Versicherungsbeitrag oder die anfallende Selbstbeteiligung zu senken. Nutzt man bei einem solchen Tarif einen eigenen Anwalt, so fällt i.d.R. ein höherer Selbstbehalt an.

Mediations- und und Gerichtstarife

Um Kosten und Beiträge zu senken, haben einige Versicherer spezielle Versicherungslösungen entwickelt, welche einen eingeschränkten Versicherungsschutz bieten: Bei Mediationstarifen muss zwingend zu Beginn einer Streitigkeit ein unabhängiger Mediator mit der Schlichtung beauftragt werden. Nur wenn diese scheitert, besteht Anspruch auf „klassischen“ Rechtsschutz vor Gerichten und mit eigenem Anwalt. Gerichtstarife sehen Leistung immer erst dann vor, wenn eine Streitigkeit vor Gericht ausgetragen wird. Ein vorgeschaltetes Verfahren durch Anwälte und Mediatoren ist nicht vorgesehen. Beide Varianten stellen eine erhebliche Einschränkung gegenüber anderen RS Tarifen dar, werden aber mit einem Beitragsnachlass von ca. 15 – 30% versehen.

Kapitalanlagenrecht

Streitigkeiten rund um Kapitalanlagen stellen aufgrund einer enormen Zahl an Schäden einen grundsätzlichen Ausschluss in der Rechtsschutzversicherung dar. Nur sehr wenige Anbieter schließen diese in ihren Tarifen wieder umfassend mit ein.

Baurecht

Streitigkeiten rund um Bau oder den Umbau von Gebäuden bringen erhebliches Streitpotenzial mit sich. Daher sind nahezu alle Streitigkeiten rund um den Bau vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Vereinzelt besteht aber mittlerweile wieder die Möglichkeit, Streitigkeiten aus dem Baurecht zu versichern.

Studienplatzklagen

Erhält ein Student nicht den gewünschten Studienplatz, verklagen spezialisierte Anwälte häufig zahlreiche Universitäten, um die Erfolgschancen zu erhöhen. Hierdurch entstehen den RS- Versicherern sehr hohe Kosten, weshalb nahezu alle Anbieter Studienplatzklagen vom Versicherungsschutz ausgeschlossen haben.

Ehe- und Unterhaltsstreitigkeiten

Bei Ehe- und Unterhaltsstreitigkeiten handelt es sich i.d.R. um langwierige und dadurch besonders kostspielige. Daher sind sie heute nicht mehr vom Versicherungsschutz umfasst. Der Wiedereinschluss ist bei wenigen Anbietern möglich, meist gelten aber sehr lange Wartezeiten und erhöhte Selbstbehalte.

Erbstreitigkeiten

Streitigkeiten rund ums Erbe gelten üblicherweise vom Versicherungsschutz ausgeschlossen, vorsorgliche Maßnahmen wie Vorsorgevollmachten und Testamente ebenso, da sie noch keine Rechtsstreitigkeit darstellen. Immer mehr Anbieter bieten bei Streitigkeiten und Vorsorgemaßnahmen rund ums Erbe eine Deckung vor.

Durch die verstärkte Nutzung des Internets häufen sich auch die damit verbundenen Streitigkeiten. Sind Käufe und Verkäufe im Netz (z.B. Ebay, Amazon) noch standardmäßig versichert, fallen Abmahnungen, etwa durch das unerlaubte Nutzen von Bildern aus dem Netz unter den Ausschluss für Urheberrechtsverletzungen.

Erweiterte Deckung um Berufsrechtsschutz

Kündigungen und die daraus resultierenden Streitigkeiten sind über den Berufs – RS meist gedeckt. Kommt es allerdings formal nicht zu einem Rechtsstreit, z.B. bei angedrohten Kündigungen oder Aufhebungsvereinbarungen, besteht häufig der Wunsch der anwaltlichen Beratung, um Fehler durch den Arbeitnehmer zu vermeiden.

Anwaltliche Erstberatung ohne Selbstbeteiligung

Viele Streitigkeiten können durch eine anwaltliche Erstberatung oder einen Brief eines Anwaltes an die gegnerische Seite gelöst oder gar vermieden werden. Einige Anbieter honorieren dies, in dem sie in solchen Fällen auf die Selbstbeteiligung verzichten. Alternativ ermöglichen viele Anbieter eine kostenlose Erstberatung per Telefon, oft auch bei eigentlich nicht versicherten Schäden.

Rechtsschutz im vorgeschalteten Widerspruchsverfahren

Streitigkeiten im Verwaltungs- und Steuerrecht gelten üblicherweise nur vor Gerichten als versichert. Einige Anbieter bieten aber auch eine Deckung im vorgeschalteten Widerspruchsverfahren, bspw. beim Einspruch gegen den Steuerbescheid.

KFZ-Versicherung

Bei einer KFZ Haftpflicht- Versicherung handelt es sich um eine Pflichtversicherung die jeder benötigt, der ein motorisiertes Fahrzeug nutzt.

Diese KFZ-Versicherung soll Schadensersatzansprüche eines Dritten den ich zu verantworten habe, bei einem Unfall regulieren. Die Kraftfahrt Haftpflichtversicherung ist in Europa nahezu vereinheitlicht.

Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestdeckung beträgt 50 oder 100 Mio. Euro Pauschal für Personen-, Sach- und reine Vermögensschäden, wobei die Entschädigungsleistung bei Personenschäden pro Person je nach Versicherer auf 8 bis 15 Mio. Euro limitiert ist.

Schadensersatzpflichtig ist in der Regel der Fahrer der den Unfall verursacht hat. Auch der Halter kann unter umständen haftbar gemacht werden. Es werden Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden durch die Haftpflichtversicherung abgedeckt.

Unfallfreie Jahre belohnen die Versicherer mit Rabatten und räumen SF Klassen ein.

Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherung kann noch eine Teilkasko und eine Vollkasko- Absicherung vereinbart werden.

Teilkasko

Die Teilkaskoversicherung leistet bei Brand, Einbruchdiebstahl, Raub, Glasbruch und Maderbissschäden am eigenen Auto. Es gibt Zusatzbereiche die mit eingeschlossen werden können. Zum Beispiel der Anprall von Wildtieren. Oft vereinbart man für die Teilkaskoversicherung Selbstbehalte um. Die Jahresbeitrage richten sich nach der Typklassen- Einstufung des PKWs.

Vollkaskoversicherung

Neben der Teilkaskoversicherung gibt es noch die Vollkaskoversicherung. Hier besteht Versicherungsschutz bei eigener Beschädigung seines PKWs, bei Vandalismusschäden und bei mutwilliger Beschädigung des Fahrzeugs durch fremde Personen.- Ausgeschlossen sind reine Reifenschäden, Schäden durch Rennen und vorsätzlich herbeigeführte Beschädigungen.

Kündigung einer KFZ Versicherung:

KFZ Versicherungen sind Jahresverträge, welche immer bis zum 30.11. zum Jahresende gekündigt werden können. Für den Wechsel einer KFZ Versicherung ist es notwendig, dass eine Nachversicherung besteht und dann der Altvertrag gekündigt wird. Die Versicherungen tauschen sich dann untereinander über die bisher erworbenen Schadensfreiheitsrabatte aus. KFZ- Verträge sollte man regelmäßig überprüfen. Oft ändern Sich die Beiträge und die Einstufungen bei den Gesellschaften, so dass häufig durch einen Gesellschaftswechsel Beiträge eingespart werden können oder Leistungsmerkmale verbessert werden können.

Menü
Call Now Button