Die gesetzliche Rente wird im Alter nicht ausreichen. Der demographische Wandel sorgt dafür, dass unser staatliches Umlagesystem in Zukunft nur noch mit drastischen Rentenkürzungen und Beitragsanpassungen funktionieren wird.
2030 wird die gesetzliche Rente auf 43 % schrittweise abgesenkt werden. Dies ist bereits heute im Sozialgesetzbuch geregelt. Die durchschnittliche Rente wird für den sog. Eckrentner ca. später ca. 900 € mtl. betragen. Private Altersvorsorge wird immer wichtiger.

Wie gehen wir bei Ihrer Altersvorsorgeplanung vor?

Wir bedienen uns dabei allen für sie sinnvollen Fördermöglichkeiten. Sei es eine betriebliche Altersvorsorge, eine Riester- oder Rüruprente flexible Policen, Sparpläne oder Einmalzahlungen.

Wir haben die Möglichkeit für sie auf sämtliche Anlageinstrumente zuzugreifen und ihre Altersvorsorge – Policen durch unterschiedliche Fondsauswahl ganz individuell zu gestalten. So kann Beispielsweise auch eine Altersvorsorgeplanung mit nachhaltigen und ökologischen Anlageprodukten gestaltet werden.
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Tipps und Wissenswertes zur Altersvorsorge

Besteuerung von Rentenzahlungen
Besteuerung von Rentenzahlungen

Das hart angesparte Geld später zu versteuern ist sicher nicht das erfreulichste Thema. Auf Grund der Komplexität sollten Sie dies zumindest mal gelesen haben.

Bis zum Jahr 2004 wurden die Renteneinkünfte aus der gesetzlichen Rentenversicherung und Renten aus berufsständischen Versorgungswerken mit dem Ertragsanteil besteuert. Renten aus betrieblicher Altersvorsorge wurden hingegen der vollen Höhe nach versteuert. Da der Beitrag einer betrieblichen Altersvorsorge sich immer aus einem Arbeitnehmerbeitrag zusammensetzt, der über das Bruttoeinkommen bereits versteuert wird, hätte diese Versteerung zu einer Doppelbesteuerung geführt. Nach einer Klage erklärte das Bundesverfassungsgericht dies für verfassungswidrig.

Als Ergebnis wurde 2005 das Alterseinkünftegesetz eingeführt, welche die Arten der Renten und die jeweilige Versteuerung unterscheidet.

 

sofortige, volle Versteuerung

Folgende Verträge werden direkt voll versteuert:

  • Riester Renten
  • Betriebliche Altersvorsorge
  • Pensionen

Diese Verträge erhalten in der Aufbauphase steuerliche Förderungen.

Riester Rente

Oft hören wir „Aber wenn ich später meine Rente versteuere hebt sich ja der Förder-Effekt auf, das bringt dann ja nichts“.

Das wollen wir uns mal an einem Beispiel anschauen:

Der maximale, steuerlich absetzbare Beitrag für eine Riester Rente beträgt 2.100 € im Jahr. Neben einer Zulage von 175 € pro Jahr (ab 2018 und 300 € Kinderzulage pro Kind) beträgt die jährliche Steuererstattung (45.000 € Bruttoeinkommen, Steuersatz 30%) ca. 600 €.

Das Entspricht bei einer Laufzeit von 36 Jahren 21.600 €. Bei einer Investition von 160, 42 € mtl. in einen Riester Vertrag erhält der Kunde bei 3% Wertentwicklung der Fonds-Anlage pro Jahr 80.770 €, die zur Verrentung zur Verfügung stehen. Durch den Steuervorteil lagen seine effektiven, monatlichen Kosten bei 127,09 € pro Monat. (da er ja von den Monatsbeiträgen über den Lohnsteuerausgleich ca. 600 € zurückerhält jedes Jahr)

Die zu versteuernde Alters – Rente die er bei 3% Wertentwicklung pro Jahr erhält beträgt 472,18 € im Monat. Bei einem Steuersatz von 18 % im Rentenalter, beträgt die effektive Rente nach Steuer 387,18 €. Unterstellen wir mal, dass der Kunde nur 70 wird, erhält seine Frau (oder seine Kinder) seine Rente noch bis zu seinem 85. Lebensjahr. (Rentengarantiezeit).

Die ausgezahlten Renten entsprechen dann insgesamt 83.630,88 € ausgezahltem Kapital. Effektiv eingezahlt hat er 47.701 € über die Laufzeit.

Wie man sehen kann, ist der Vorteil trotz späterer Versteuerung deutlich vorhanden.

Je höher die Wertenwicklung in dem Vertrag, desto höher der Effekt. Sollte unser Kunde seine Rente über das 85. Lebensjahr hinaus erhalten, wird der Vorteil eines Riester Vertrages weiterhin deutlich verstärkt.

Betriebliche Altersvorsorge

Auch die betriebliche Altersvorsorge ( Direktversicherung) wird direkt voll versteuert. Zu Dem werden die Rentenleistungen auf die späteren Sozialbeiträge angerechnet. In der Ansparphase reduzieren sich die Lohnnebenkosten und die Steuer, so dass die spätere Versteuerung im Alter durch den geringeren Steuersatz kleiner ausfällt.

 Pensionen

Pensionen sind ebenfalls direkt voll steuerpflichtig im Alter. Hierzu zählen Zum Bespiel Pensionen aus Versorgungswerken, Betriebsrenten die keine Direktversicherungen, Zusatzversorgungen aus dem öffentlichen Dienst, und Ruhegehälter

Allerdings zählen Pensionen zu den Vorsorgeaufwendungen und können somit in der Steuererklärung berücksichtigt werden.

nachgelagerte Besteuerung

Folgende Verträge werden nachgelagert (schrittweise) voll versteuert:

  • Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung
  • Rürup- Renten

Die gesetzliche Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung wird nachgelagert besteuert. Beginn der nachgelagerten Besteuerung ist für alle Renten ab 2005. (Renten vor 2005 werden lediglich mit 50% besteuert.)

Nachgelagerte Besteuerung bedeutet, dass der Beginn der Rente, die Höhe der Besteuerung bestimmt. Wer zum Beispiel im Jahr 2036 in Rente geht, versteuert 96% seiner Renteneinkünfte.Gleichzeitig steigt die steuerliche Absetzbarkeit ebenso in 2% Schritten an. Vorteilig ist, dass die 100%- ige Absetzbarkeit der Beiträge bereits im Jahr 2025 gegeben ist.

 

Die maximalen Höchstbeiträge in der gesetzlichen Rentenversicherung und der Rürup- Rente die 2018 zu 86% steuerlich geltend gemacht werden können, betragen:

für Singles: 23.712 € (2018)
für Verheiratete: 47.424 € (2018)

Besteuerung mit dem Ertragsanteils-Verfahren.

 Folgende Verträge werden nachgelagert (schrittweise) voll versteuert:

  • Leistungen aus privaten Lebensversicherungen, die nach 2015 abgeschlossen wurden (zum Beispiel Fondspolicen, Kapitallebensversicherungen)

Bei den oben genannten Policen wir der Ertrag mit einem individuellen Anteil versteuert.

 

Beispiel: 50 € Police hat über 36 Jahre 65.000 € erwirtschaftet. Davon waren 21.600 € eingezahlte Beiträge und 43.400 € Erträge.
Bei Bezug der Leistung zum 67. Lebensjahr, werden 21% der 43.400 € (also 9093€) zum dann gültigen Steuersatz versteuert.

Flexible Fondspolicen stellen daher gute Möglichkeiten dar um Erträge aufzubauen und von steuerlichen Vergünstigungen in der Auszahlphase zu profitieren.

Flexible Policen die vor dem Jahr 2005 abgeschlossen wurden, genießen eine Steuerfreiheit.

Besonderheiten

Selbständige Berufsunfähigkeitsrenten stellen eine Besonderheit dar. Hier ist die korrekte Versteuerung nicht absehbar. Laut Rechtssprechung muss diese unter 40% der erhaltenen BU- Rente liegen. Bei 2000 € BU Rente müssten Sie somit ca. 420 € BU Rente nach Ihrem heutigen individuellen Steuersatz steuerpflichtig. Da der Grundfreibetrag 7.664 € beträgt, kommt dies in der Praxis sehr selten vor.

Bei der Kombination von Basis bzw. Rürup-Renten muss die Berufsunfähigkeitsrente mit dem individuellen Steuersatz versteuert werden.

steuerfreie Renten 

Folgende Renten sind steuerfrei:

Grundsicherungsrente
Schmerzensgeldrente
Unfall- Rente
Lotteriegewinn- Rente
Conterganrente
Schadensersatzrente

 

Dieser Beitrag stellt nur eine Orientierung und keine Steuerberatung dar. Für detaillierte Fragen zu dem Thema wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater.

Die Riester Rente als Altersvorsorge-Baustein
Die Riester Rente als Altersvorsorge-Baustein

Heute wollen wir uns die Riester Rente daher genauer anschauen. Die Riester Rente ist ein Vertrag für die private Altersvorsorge, welcher sich großer Beliebtheit erfreut. Sie ist neben der betrieblichen Altersvorsorge in der 2. Vorsorgeschicht anzusiedeln.

 

Die Riester-Rente ist auch heute noch in aller Munde, doch ihr Namensgeber ist vielleicht bei dem ein- oder anderen schon in Vergessenheit geraten. Walter Riester war in der Regierung von Gerhard Schröder der Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung. Und Herr Riester war zu seiner Zeit auch nicht der einzige Namensgeber für Sozialreformen. So verdanken wir die Rürup-Rente dem Ökonomen Bert Rürup und die sogenannten Hartz-Gesetze dem Manager Peter Hartz. Die Inanspruchnahme einer Riester-Rente wird heute auch oft als „riestern“ bezeichnet.

Die Riester-Rente wurde im Jahre 2001 eingeführt und ging mit einer Kürzung des Nettorentenniveaus der gesetzlichen Rentenversicherung des Eckrentners von 70% auf 67% einher. Die Riester-Rente ist eine privat finanzierte Rente, die durch Sonderausgabenabzug und Zulagen durch die zentrale Zulagenstelle staatlich gefördert wird.

Für wen eignet sich die Riester Rente?

Die Riester Rente richtet sich vor allem an rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer, kann aber auch von rentenversicherungspflichtigen Selbständigen (so etwa Handwerker oder Künstler) in Anspruch genommen werden. Auch Amtsträger und die Bezieher von Arbeitslosengeld oder von ALG-II können in den Genuss der Zulagen kommen. Nicht erwerbstätige Pflegepersonen und Bezieher von Vorruhestandsgeld (insofern sie zuvor pflichtversichert waren), sowie vollständig Erwerbsgeminderte oder Dienstunfähige und geringfügig Beschäftigte (wenn sie sich nicht von der Versicherungspflicht der gesetzlichen Rentenversicherung befreit sind) können ebenfalls die zulagengeförderte Riester-Rente nutzen.

Nicht rentenversicherungspflichtige Selbständige, Altersrentner, nicht rentenversicherungspflichtige Studenten und geringfügig Beschäftigte, – insofern sie der Zahlung an die gesetzliche Rentenversicherung widersprochen haben – erhalten keine Zulagen oder Förderungen. Auch die sogenannten „Kammerberufe“, wie Apotheker, Rechtsanwälte, Ärzte, Architekten oder Steuerberater können die Zulagen der Riester Rente nicht in Anspruch nehmen. Für diese Berufsgruppen kann sich dann eher das Modell der Rürup-Rente eignen.

Zertifizierung von Riester-Verträgen

Bevor eine Riester-Rente gefördert werden kann, müssen verschiedene Grundvoraussetzungen vorliegen. So muss der Versicherungsträger garantieren, dass mindestens die Summe der eingezahlten Beträge (die Summe aus der Eigenleistung und der staatlichen Zulage) ausbezahlt wird. Die Leistungen dürfen erst ab dem 62. Lebensjahr erbracht werden und als lebenslange Rentenzahlung erfolgen. Außerdem muss eine laufende Beitragszahlung vereinbart werden und eine vierteljährige Kündigungs- und Ruhestellungsmöglichkeit eingeräumt werden. Die gesetzlichen Vorgaben können über unterschiedliche Modelle realisiert werden. Das können Fondsgebundene Rentenversicherungen sein oder auch Banksparpläne. Auch Wohnriester-Darlehen, Bausparverträge und Fondssparpläne sind möglich.

Die Förderquote

Die Grundzulage beträgt ab kommendem Jahr 175 € und die Kinderzulage beträgt 300 € pro Kind was vor 2008 geboren wurde. Für Kinder die vor dem Jahr 2008 geboren wurden, werden 185 € Kinderzulage pro Jahr gezahlt. Der Gesetzgeber verlangt eine Zahlung von 4% des Bruttoeinkommens abzgl. den Zulagen. Z.b. 30.000 € Jahreseinkommen /4% = 1.200 € pro Jahr abzgl. 175 € Zulage, entspricht 1.046 € pro Jahr / 12 Monate = 87,16 € mtl. Beitrag. Der Maximalbetrag liegt bei 2100 € pro Jahr 2100 – 175 € Zulage= 1.925 € mtl. /12Monate) = 160,41 € pro Jahr. Weiterhin besteht die Möglichkeit, eine jährliche Steuerrückerstattung zu erhalten. Bei verheirateten, unmittelbar förderberechtigten Ehepartnern stehen die 2100 € im Jahr zwei mal zur Verfügung.

Verfügbarkeit und Vererbbarkeit im Rentenalter

Grundsätzlich kann man auch vor dem 62. Lebensjahr den Vertrag kündigen, allerdings müssten dann die staatlichen Förderungen zurückgezahlt werden, so dass dies eher nicht empfohlen wird. Die Riester Rente kann frühestens ab dem 62. Lebensjahr steuerunschädlich genutzt werden. Entweder man wählt eine monatliche Rente, oder lässt sich 30% des Vertragsguthabens verrenten und die restlichen 70% verrenten. Bei Tod kann das Riester Guthaben vor Rentenbezug auf einen Riester Vertrag des Ehepartners übertragen werden. Nach dem Rentenbezug wird bis zur vertraglich vereinbarten Rentengarantiezeit eine Rente an den Ehepartner oder die Kinder ausgezahlt.

Wohn-Riester

Der Gesetzgeber ermöglicht auch die Auszahlung des Vertragsguthabens vor dem 62. Lebensjahr, insofern das Vertragsguthaben für eine selbstgenutzte Immobilie verwendet wird. Wie dies genau funktioniert und ob sich Wohn-Riester lohnt, lesen Sie hier.

Kritikpunkte an der Riester-Rente

Seit ihrer Einführung war die Riester-Rente niemals ganz unumstritten. Allein die Idee, die gesetzliche Rente auf 67% zu kürzen, um das Riester-Konzept zu finanzieren, ist in der öffentlichen Debatte auf einigen Widerstand gestoßen. Hier stellt sich die Frage: Schließt die Riester-Rente eine Rentenlücke, die sie selbst geschaffen hat? Die Riester-Rente ist voll zu versteuern und (bis 2018) auch in vollem Umfang sozialversicherungspflichtig. Kritiker merken an, dass ein Teil der Zulagen in der Ansparphase in der Rentenphase über die Steuer wieder zurückgeführt werden. Allerdings betrifft das Thema Besteuerung mittlerweile jeden Vertrag der nach 2005 abgeschlossen wurde.

Fazit:

Geringverdiener, die eine Rente an der Grenze zur Grundversorgung zu erwarten haben, sollten sich genau überlegen, ob die Riester Rente das passende Konzept der privaten Vorsorge sein kann. Wenn Sie berufstätig sind und einen hohen Steuersatz zahlen, dann kann die Riester-Rente für Sie ein interessantes Modell sein. Achten Sie bei der Produktauswahl auf die Kosten des Vertrages und auf die Anlagemöglichkeiten. Gute Riester Verträge sind Verträge der Allianz, Alten Leipziger, DWS oder Fair-Riester. Gern helfen wir Ihnen bei der richtigen Produktauswahl.

Betriebliche Altersvorsorge: Mit dem Chef für die Rente sparen
Betriebliche Altersvorsorge: Mit dem Chef für die Rente sparen

Die Höhe der gesetzlichen Rente wird in den kommenden Jahren weiter schrumpfen, das Rentensystem der Zukunft wurde daher auf drei Säulen gestellt, um die entstehende Rentenlücke durch zwei weitere Säulen abzudecken. Diese weiteren Säulen sind die betriebliche Altersvorsorge und die private Versicherung. Heute wollen wir uns einmal die betriebliche Altersvorsorge genauer anschauen.

 

Betriebliche Altersvorsorge hat eine lange Tradition

Die klassische, betriebliche Altersvorsorge wurde bereits vor mehr als 150 Jahren von Unternehmen eingeführt, in dem sie für ihre Mitarbeiter ein Vermögen ansparten, von dem diese dann später eine Rente bezogen. Erste Belege für eine solche Vorsorge findet man bereits im Mittelalter. Damit ist die betriebliche Altersvorsorge älter als die gesetzliche Rentenversicherung. Die Betriebe wollten über diese Vorsorge unter anderem ihre Mitarbeiter an das Unternehmen binden, die für die Betroffenen bei Kündigung daher dann auch meist verloren ging.

Betriebliche Altersvorsorge heißt also, mit Hilfe des Chefs und der finanziellen Unterstützung des Unternehmens, für das man arbeitet, für die eigene Rente vorzusorgen. Der Gesetzgeber ist mittlerweile auch zur Aufklärung verpflichtet.

Der Begriff „Betriebliche Altersversorgung” (BAV) ist dabei aber längst zu einem Sammelbegriff geworden, denn es gibt mittlerweile nicht mehr nur eine Art der BAV, sondern ganz verschiedene Formen. Und nicht immer leistet der Arbeitgeber dabei einen finanziellen Beitrag. Gemein ist allen lediglich, dass der Arbeitgeber mitbeteiligt ist und die Versorgung zusagt: für das Alter, bei Erwerbs- und Berufsunfähigkeit durch Invalidität, für die Hinterbliebenen bei Tod.

Die verschiedenen Formen der betrieblichen Altersvorsorge

Die BAV kann sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeitnehmer aufgebaut werden. Wird das Kapital vom Arbeitnehmer angespart, erfolgt dies im Rahmen  Entgeltumwandlung, das heißt, der Arbeitgeber verwendet einen Teil des Gehalts  – bis max. 4% der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung  – für die BAV, statt es dem Mitarbeiter auszuzahlen, das dadurch steuer- und abgabenfrei bleibt. Auch der Arbeitgeber kann seine Ausgaben steuerlich als Betriebsausgaben geltend machen.

Für den Abschluss einer BAV sind dabei grundsätzlich fünf verschiedene Durchführungswege möglich:

1) Direktzusage (Pensionszusage)

Hierbei zahlt der Arbeitgeber die zugesagten Leistungen später selbst an den Arbeitnehmer aus – im Gegensatz zu den externen Durchführungswegen. Dabei hat der Arbeitgeber größtmögliche Gestaltungsfreiheit, die Mittel verbleiben bis zur Auszahlung im jeweiligen Unternehmen, das zur Absicherung oft eine Rückdeckungsversicherung abschließt.

2) Pensionskasse

Sie gehört einem oder mehreren Unternehmen und verwaltet das vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer angesparte Vermögen bis es später als Altersrente oder Alterskapital ausgezahlt wird. Pensionskassen sind oftmals auch Bestandteil eines Tarifvertrages.

3) Pensionsfonds

Diese Fonds sind selbstständige, versicherungsähnliche Vorsorgeeinrichtungen, mit denen der Arbeitgeber einen Vertrag zu Gunsten des Arbeitnehmers vereinbart. Das angesparte Kapital wird dabei vorwiegend in Aktien und Anleihen angelegt. Bei Pensionsfonds sind größere Freiheiten, höhere Renditen aber auch größere Risiken als bei der Pensionskasse möglich.

4) Unterstützungskasse

Sie kann in einer GmbH, einer Stiftung u.a.m. organisiert sind und ist mit entsprechendem Sondervermögen ausgestattet. Sie organisiert die vom Arbeitgeber zugesagte Versorgung des Arbeitnehmers. Im Falle eines Arbeitgeberwechsel kann dieses  „Kassenvermögen“ jedoch nicht einfach auf andere Kassen übertragen werden.

5) Direktversicherung:

Bei dieser Form schließt der Arbeitgeber eine Lebensversicherung ab. Bezugsberechtigt sind dabei der Arbeitnehmer und/oder seine Hinterbliebenen. Die Direktversicherung  ist in Form der Entgeltumwandlung die aktuell am häufigsten genutzte Variante.

Wer kann / sollte eine BAV abschließen?

Inzwischen hat jeder Arbeitnehmer in Deutschland das Recht, über den Betrieb, in dem er beschäftigt ist, für das eigene Alter vorzusorgen. Er muss Ihnen mindestens eine betriebliche Altersvorsorge in Form einer Entgeltumwandlung anbieten oder sich die Aufklärung zu dem Thema schriftlich bestätigen lassen.

Zu diesen Berechtigten Personenkreis gehören:

– unbefristet angestellte Arbeitnehmer

– Mitarbeiter mit befristeten Arbeitsverträgen

– Teilzeit-Beschäftigte

– Geringfügig Beschäftigte

– Auszubildende

– Geschäftsführung

Der Rechtsanspruch besteht nur auf eine vom Arbeitnehmer selbst finanzierte BAV, das heißt für die Form der Entgeltumwandlung. Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, sich an der Alterssicherung seiner Arbeitnehmer zu beteiligen. Jedoch sehen viele Tarifverträge und diverse Betriebsvereinbarungen, eine finanzielle Beteiligung des Arbeitgebers vor. Weiterhin wird der Arbeitgeber ab 2019 verpflichtet, die Lohnnebenkostenersparnis die er durch die Entgeltumwandlung hat, an den Mitarbeiter weiterzugeben.

Eine betriebliche Altersvorsorge ist grundsätzlich interessant.

Neben einer einmaligen Kapitalauszahlung ab dem 62. Lebensjahr führt die betriebliche Altersvorsorge zu interessanten Steuer- und Sozialkostenvorteilen. Dabei sollte man berücksichtigen, dass die spätere Rente der betrieblichen Altersvorsorge versteuert wird und auf die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung angerechnet wird. In einer betrieblichen Altersvorsorge können wie bei fast allen anderen Sparverträgen auch, die jeweiligen Anlagefonds individuell ausgewählt werden.

Für eine betriebliche Altersvorsorge sollten Sie ein langfristiges Arbeitsverhältnis anstreben. Oft erleben wir, dass Verträge nur ein paar Jahre genutzt werden und bei einem  Arbeitgeberwechsel beitragsfrei gestellt werden. Viele neue Arbeitgeber übernehmen die bereits bestehenden, betrieblichen Altersvorsorgeverträge. Dies sollte immer die erste Wahl sein.

Die Rürup Rente – Altersvorsorge für Selbständige
Die Rürup Rente – Altersvorsorge für Selbständige

(und gut verdienende Angestellte)

 

Die Rürup – Rente wird oft als die Basis-Altersvorsorge für Selbständige bezeichnet. Warum dies so ist, wollen wir heute einmal beleuchten.

Benannt nach dem Ökonomen Bert Rürup wurde im Jahre 2005 ein Konzept der steuerlich begünstigten Altersvorsorge eingeführt, die sich vor allem an Personen richtet, für die keine Pflichtversicherung besteht. Als Pendant zur gesetzlichen Rentenversicherung sollte Sie als Basis der Altersvorsorge dienen und wird daher auch oft als Basisrente bezeichnet.

 

 

 

 Vorteile der Rürup Rente

Der große Vorteil des Abschlusses einer Rürup-Rente liegt in der staatlichen Förderung. Auch bei längerer Arbeitslosigkeit bleibt das angesparte Vermögen unangetastet. So ist auch der Bezug von Harz IV möglich, ohne dass die Rürup-Rente eingesetzt werden muss. Die Rürup-Rente bietet die Möglichkeit, Einzahlungen zeitweise auszusetzen und die Beiträge nach der jeweiligen wirtschaftlichen Situation flexibel zu halten. Wertsteigerungen in der Ansparphase unterliegen von Seiten des Versicherungsnehmers keiner zusätzlichen Besteuerung. Weiterhin ist die steuerliche Absetzbarkeit und die damit verbundene Förderquote recht attraktiv. Für Unternehmer bietet sich zu dem die Möglichkeit der flexiblen Einmalzahlungen.

Nachteile der Rürup Rente

Da bei der Rürup-Rente das Kapitalwahlrecht fehlt, können die Leistungen erst ab dem 62. Lebensjahr ausbezahlt werden. Die Rürup-Rente ist ausschließlich als Leibrente vorgesehen. Die Versteuerung erfolgt entsprechend des Rentenbeginns. Eine Übertragung auf andere Versicherungsanbieter ist bei der Rürup-Rente nicht möglich. Werden keine entsprechenden Zusatzverträge abgeschlossen, so verfällt im Todesfalle das angesparte Vermögen. Grundsätzlich stellt die Rürup Rente somit ein echtes Pendant zur gesetzlichen Rentenversicherung dar.

Die Investitonsarten

Die garantierte Verzinsung beträgt im Jahre 2017 0,9%. Die Rendite ergibt sich entsprechend der Erträge der Kapitalanlage. Die Kapitalanlage kann je nach Anbieter recht unterschiedlich ausfallen. Die Auszahlung der eingezahlten Beträge ist ebenfalls garantiert. Wird eine fondsgebundene / kapitalmarktgebundene Absicherung gewählt, so muss kein Garantiezins gewährt werden. Je nach Anbieter gibt es sehr interessante Anlagemöglichkeiten. Teilweise können bis zu 80 verschiedene Fonds als Vertrags- Sparkern genutzt werden.

Die Kosten der Rürup Rente

Die Gesamtkostenquote kann je nach Gesellschaft zwischen 3-5% schwanken. Es gibt neben den gezillmerten Tarifen (also Tarife mit Abschlusskosten in den ersten 5 Jahren) auch Nettotarife ohne Abschlusskosten. Üblicherweise zahlen Sie in dem Fall die Provision per Rechnung an den Makler. Unterm Strich kann sich dieses Vorgehen aber für Sie lohnen.

Für welche Zielgruppe ist die Rürup-Rente interessant?

Die Rürup Rente eignet sich für Selbständige und diejenigen, die sich aus der gesetzlichen Rentenversicherung befreien lassen haben. Die steuerliche Absetzbarkeit wirkt sich sehr gut auf den steuerlichen Gewinn aus. Bei der Rürup Rente besteht zu Dem die Möglichkeit, am Jahresende noch Einmalzahlungen zu leisten und somit seine bevorstehende Steuerlast zu reduzieren zu Gunsten Ihrer Altersvorsorge.

Steuervorteile mit einer Rürup-Rente

Der Mindestbeitrag liegt bei 25 € monatlich. Die Beiträge zum Aufbau einer Rürup-Rente können als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden. Die Höchstbeträge von 23.362 EUR für ledige Personen und 46.724 für verheiratete Personen stellen dabei den maximal anrechenbaren Jahresbeitrag dar. Die Rentenzahlung im Alter darf nicht vor dem 62. Lebensjahr beginnen. Die steuerliche Absetzbarkeit der Beiträge ist im Jahr 2017 auf 84% begrenzt und steigt pro Jahr in 2 %- Schritten bis auf 100% im Jahr 2025.

Besteuerung im Alter

Bei der Auszahlung monatlicher Leistungen in der Rentenphase wird die Rürup-Rente gleichbehandelt wie die gesetzliche Rente. Die Leistungen gelten als begrenzt steuerpflichtig. Die Besteuerung wird nach den sogenannten Kohortenprinzip festgelegt. Das bedeutet, dass jeder Jahrgang einen eigenen Steuersatz festgeschrieben bekommt, der ein Leben lang gilt. Ab dem Jahr 2040 ist dann 100% der Rente zu versteuern. Eine Besteuerung betrifft allerdings mittlerweile alle Verträge, die nach 2005 abgeschlossen wurden, wenn auch in unterschiedlichem Maße.

Worauf Sie Achten müssen

Die Rürup-Rente sieht nicht vor, dass die Leistungen im Falle eines Todes in der Ansparphase weitervererbt werden können. Dies kann zum Verlust der angesparten Beträge führen. Über eine Zusatzversicherung zur „Beitragsrückerstattung im Todesfall vor Rentenbeginn“ kann jedoch ein vorzeitiger Todesfall abgesichert werden. Wenn keine Rentengarantiezeit vereinbart wurde, verfällt die Leistung auch in der Rentenphase. Über eine Hinterbliebenenrente kann dann jedoch die Absicherung des Ehepartners erfolgen. Diese Zusatzversicherung wird ebenfalls steuerlich gefördert.

 Kombination mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeitsversicherungen können  als Zusatzversicherung mit einer Rürup-Rente gekoppelt werden. Der Gesamtbeitrag wird auch steuerlich gefördert, insofern die damit verbundenen Beitragszahlungen kleiner bleiben als der Beitrag zur Altersvorsorge. Die Kombination aus Rürup-Rente und Berufsunfähigkeitsversicherung bringt meist den Nachteil mit sich, dass es je nach Gesellschaft nicht möglich ist, die Rürup-Rente beitragsfrei zu stellen, ohne dass der Versicherungsnehmer die Berufsunfähigkeitsversicherung verliert. Es gibt vereinzelt Gesellschaften, die eine Entkopplung ( sog. Spinn- Off) anbieten. Weiterhin muss die Berufsunfähigkeitsrente im Leistungsbezug versteuert werden.

Der Zusammenschluss einer Rürup- Rente mit Berufsunfähigkeit kann aus steuerlicher Sicht Sinn machen, da meistens die Beiträge zur separaten Berufsunfähigkeitsversicherung im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen nicht mehr mit angerechnet werden können. Bei diesem Vorgehen sollten Sie aber unbedingt auf die anderen, genannten Punkte achten.

Für konkrete Fragen, Angebote oder Vergleiche stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Der Gesetzgeber verpflichtet uns ab dem 01.03.2018 vor der Bereitstellung von Informationen auf unsere berufsrechtlichen Regelungen hinzuweisen. Diese finden Sie HIER in der Markt- und Informationsgrundlage. Die Inhalte dieser Seite stellten keine Beratung dar. Für konkrete Informationen zu Produkten können Sie HIER einen Beratungstermin vereinbaren.

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